Ev. Kirchenkreis Hofgeismar-Wolfhagen
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14.10.2022

Herbsttagung: Kreissynode Hofgeismar-Wolfhagen nimmt Energiesparmaßnahmen in den Blick

Hofgeismar. Die Energiekrise macht auch an den Kirchentüren nicht Halt. Daher beschäftigten sich die Mitglieder der Synode des Kirchenkreises Hofgeismar-Wolfhagen am Donnerstag, 6. Oktober 2022, in Hofgeismar mit Empfehlungen zum Energiesparen. Diese wurden von der stellvertretenden Leiterin des Kirchenkreisamtes, Julia Bröske, vorgestellt.

Ziel der Empfehlungen ist es zum einen, den Energieverbrauch massiv zu senken, um der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden, zum anderen damit aber auch den finanziellen Aufwand in Grenzen zu halten. Konkret empfiehlt die Ev. Kirche von Kurhessen-Waldeck, im Gleichklang mit weiteren Landeskirchen und katholischen Diözesen, Grundtemperatur und Nutztemperatur um 2 Grad abzusenken. Konkret werden 6°C und 13°C vorgeschlagen. Damit lasse sich in etwa 20% der erforderlichen Energie einsparen. Zudem wird den Kirchengemeinden empfohlen zu prüfen, ob die Kirche auch als “Kaltkirche” überwintern kann, auf deren Beheizung komplett oder weitestgehend verzichtet wird. Daneben seien organisatorische Maßnahmen zu prüfen, wie die Nutzung von Gemeindehäusern als Gottesdienstraum, stärkere Konzentration des Gottesdienstangebots im Kooperationsraum, Gottesdienste im Freien oder Videogottesdienste bzw. Gottesdienste im digitalen Raum.

Daneben steht – nur in einem scheinbaren Gegensatz – die Aktion “#wärmewinter” von Diakonie Deutschland und Evangelischer Kirche in Deutschland, auf die Kreisdiakoniepfarrerin Ulrike Bundschuh hinwies. Diese Aktion fordert die Kirchengemeinden auf, Menschen in prekären Lebenssituationen gerade in diesen Zeiten im Blick zu behalten. Diese seien im kommenden Winter besonders von Energiearmut sowie Arbeits- und Wohnungslosigkeit bedroht. Dazu könne es notwendig werden, Wärmeangebote zu schaffen und andere Hilfen zu organisieren. Dies geschehe am sinnvollsten in Abstimmung und Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Zivilgesellschaft sowie den Kommunen.

In der anschließenden Aussprache wurde deutlich, dass die konkrete Umsetzung der Empfehlungen zu Beheizung der Kirchen auf die individuellen Verhältnisse vor Ort zu prüfen ist. Sowohl die Kirchengebäude als auch die Arten der Beheizung seien höchst unterschiedlich. Daher sei es eher wahrscheinlich, dass Kirchenvorstände zu unterschiedlichen Entscheidungen kommen, die jedoch jede für sich wohlabgewogen seien.

Bericht des Kirchenkreisvorstandes:
Schutzkonzept, Kasualien, Partnerschaft und Kirchenkreisgottesdienst
Heinicke, Wolfgang (Hofgeismar, Dekan).jpgIm Bericht des Kirchenkreisvorstands informierte Dekan Wolfgang Heinicke die Synodalen zunächst über Stand der Entwicklung des Konzepts zum Schutz vor sexualisierter Gewalt. Dabei habe die Projektgruppe als erstes die hauptamtlich verantwortete Jugendarbeit in den Blick genommen, weitere Felder werden folgen. Ziel der Gruppe sei es, die Schutzkonzepte möglichst konkret, kompakt und gut umsetzbar zu gestalten, sodass sie auch gelebt werden können.

Heinicke freute sich, für den Kirchenkreis feststellen zu können, dass es eine Nachholbewegung bei den Taufen und Trauungen gibt. Anhand der vorliegenden Zahlen habe man in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 bereits die Werte des Vor-Corona-Jahres 2019 erreicht. Die Zahl der Taufen in der Kirchenscheune im Tierpark Sababurg liege 2022 schon jetzt doppelt so hoch wie 2019. Er lobte auch die Kirchengemeinden und Kooperationsräume, die durch Initiativen und Flexibilität einen wichtigen Betrag geleistet habe, “dass auch die fröhliche Seite des Lebens wieder ihren Ausdruck finden konnte.”

Des Weiteren berichtete der Dekan, dass den Kirchenkreis die Anfrage zum Aufbau einer Partnerschaft mit einer estnischen Propstei erreicht habe. Erste Kontakte habe es bereits gegeben. Für das Frühjahr 2023 sei ein erster Besuch der Esten geplant, um sich näher kennenzulernen. Danach sei es an beiden Seiten zu entscheiden, ob ein Partnerschaftsvertrag geschlossen werde. Diese hätten in der Regel eine Laufzeit von jeweils fünf Jahren.

Dankbar blickte Heinicke auf den Kirchenkreis-Gottesdienst “Komm, sing mit!” am 18. September zurück. Auch wenn dieser nicht wie geplant in Niederelsungen als Freiluftgottesdienst habe stattfinden können, sei es in der Wolfhager Stadtkirche ein besonderes Erlebnis gewesen, wieder in so großer Besetzung miteinander musizieren können.

Jahresabschlüsse 2015 bis 2019 für die Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen
Schließlich nahm die Synode die Jahresabschlüsse der Jahre 2015 bis 2019 für die damaligen Kirchenkreise Hofgeismar und Wolfhagen entgegen und entlastete die jeweiligen Kirchenkreisvorstände. Die Bilanzen ergaben gesammelt einen Überschuss von gut 117.000 Euro, der zum einen dem Finanzhilfefonds und zum größeren Teil der Haushaltsausgleichsrücklage zugeführt wurde.

Bild:
Wolfgang Heinicke, Dekan des Kirchenkreises Hofgeismar-Wolfhagen (Foto: Ev. Kirchenkreis Hofgeismar / S. Wollert)

Sven Wollert - 12:38 @ Allgemein, Kirchenkreis | Kommentar hinzufügen


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